Themenabende im Sommersemester 2018

Am Ende des Geldes ist immer noch zu viel Monat übrig. Diese Erfahrung machen viele Studis, deren Budget knapp bemessen ist. Das nervt, wenn es selten der Fall ist. Es stresst, wenn es öfter passiert. Und es ist ein Alptraum, wenn es zur chronischen Begleiterscheinung des ganzen Lebens wird. Schmerzhafter werden die eigenen begrenzten Möglichkeiten wahrgenommen, da medial vor allem Reiche sichtbar sind. Menschen, die sich solche Sorgen nicht machen müssen. Wer hingegen arm ist, wird sich oft in der Freiheit eingeschränkt sehen, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Doch schauen wir uns die andere Seite an. „Ach wie gerne, wäre ich im Club der Millionäre“, so singt Udo Lindenberg. Seine Gedanken führen weiter: „Das einzige Problemchen das ich vielleicht dann hätt', finden die Mädels wirklich mich oder meine Kohle nett?“ In dieser lakonischen Frage steckt ein Stachel. Denn damit ist der Verdacht greifbar, dass finanzieller Reichtum auch Konsequenzen hat, die unglücklich machen können, die ebenso in die Unfreiheit führen. In diesem Semester loten wir das Thema „arm und reich“ aus, weil es persönliche und politische Konsequenzen von großer Tragweite hat. Hier bei uns im Lande und weltweit.

Bibelabende im Sommersemester 2018

Auf der Oberfläche ist die Sache klar. Jesus hat doch gesagt, dass sich eher ein „Kamel durch ein Nadelöhr“ zwängt, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. So haben wir es gelernt und Reichtum ist darum etwas Peinliches, das vor allem im kirchlichen Rahmen verborgen werden muss. Doch was machen wir mit Versen, in denen dazu aufgerufen wird, die Armen zu unterstützen. Wie wäre es möglich, diesem Gebot zu folgen, wenn es keine Reichen gäbe, die ihm nachkommen können? Ist damit ein quasikommunistisches Konzept als Ziel gedacht? Auch im Glauben gibt es also Gesprächbedarf, wenn es um „arm und reich“ geht. Vor allem, wenn wir über das Semester wahrnehmen, auf welche Dimensionen des Lebens die Attribute „arm“ und „reich“ in der Bibel bezogen werden. Denn da geht es bei weitem nicht nur ums Geld. Sondern auch um die Seele und das Glück oder um die Beziehungen zu anderen Menschen wie zu Gott. „Arm und reich. Sind wir wirklich alle gleich?“ Eine kritische Frage, die ausgehend von der Gleichheit, die sich aus der Gottesebenbildlichkeit des Alten Testamentes ergibt, über die Sozialkritik der Propheten bis hin zu den ethischen Ausgestaltungen in den Briefen des Paulus, einen weiten Spanngsbogen beschreibt.

Abendbrot und buntes Programm

donnerstags, 19.30 Uhr, KSG

Am Donnerstag machen wir immer alles Mögliche. Mal geht's zum Bowlen, mal planen wir die nächste Andacht oder wir machen einen kleinen Filmabend. Hier kann man auch einfach mal die Seele baumeln lassen und sich gemütlich mit einem Bierchen aufs Sofa chillen. Los geht's in der Regel mit dem Abendessen um 19.30 Uhr. (Ausnahmen bestätigen die Regel)